Publikation

Entenschnabel - Über das Leben mit der Mauer als Gartenzaun

Fundstücke und Erzählungen über das ehemalige DDR-Grenzgebiet „Am Sandkrug“ in Glienicke/Nordbahn


AKTUELLES

 

Am Donnerstag, den 24. November 2016, 19 Uhr führen wir unsere szenische Lesung zur Publikation in der Buchhandlung am Schäfersee (Markstraße 6, 13409 Berlin) auf.

Der Eintritt ist frei.

„Die Lesung der Texte von Zeitzeugen und die Präsentation mit einfachen aber

überzeugenden (und wohl überlegten) Mitteln haben uns sehr gefallen. Sehr gelungene Veranstaltung! Chapeau!“

Besucherstimme, 2015

 

Weitere Informationen finden Sie hier oder als PDF zum Herunterladen:

Szenische Lesung Entenschnabel am 24.11.
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::: „Entenschnabel“ ist der Spitzname für einen schmalen Landstreifen der von Glienicke/Nordbahn aus keilförmig in den Berliner Bezirks Reinickendorf hineinragt.

Durch seine exponierte Lage und seine besondere Form wurde der Entenschnabel zu Mauerzeiten vollständig von Grenzanlagen eingeschlossen. Von drei Seiten trennten ihn Stacheldraht und Mauer vom Westteil Berlins, nach Osten hin versperrte der Grenzstreifen den ungehinderten Zugang vom und zum Rest von Glienicke. Es war eine bewohntes Sondersperrgebiet. Aus Platzgründen gab es nur einen schmalen „Todesstreifen“, Mauer und Hinterlandzaun verlief direkt durch die Gärten der Bewohner. Die Fluchtgefahr war relativ hoch. Daher mussten die Bewohner und deren Besucher eine Reihe von Unannehmlichkeiten ertragen, die andere DDR-Bürger nicht hatten. Ein paar Meter weiter wohnten die Reinickendorfer Nachbarn, zu denen jedoch jegliche Kontaktaufnahme verboten war. Eine recht absurde Wohnsituation.

Wie war es dort zu leben? Welchen Geschichten verbergen sich rund um die Straßen „Am Sandkrug“ und „Falkenweg?


Seit Oktober 2015 ist die 3. korrigierte Auflage bei uns und im Museum Reinickendorf erhältlich!

Foto: Jürgen Ritter
Foto: Jürgen Ritter

In Zusammenarbeit mit dem Museum Reinickendorf führten wir 2009 im Rahmen der Feierlichkeiten zu „20 Jahre Mauerfall“ auf dem Gebiet des Entenschnabels „szenische Entdeckungstouren“ durch. Die Recherchen zum Projekt und die gefundenen Geschichten waren so umfänglich, dass danach die Idee aufkam, die vielen Fundstücke und Zeitzeugenerzählungen in einer Publikation einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Durch die Unterstützung vom Bezirk Reinickendorf und dem Ausschuss für Soziales, Bildung, Kultur und Sport der Gemeinde Glienicke konnte die Idee in die Tat umgesetzt werden.

 

Entstanden ist eine gut 100-seitige Zusammenstellung, die auch auf die Vor- und Nachgeschichte des „Lebens mit der Mauer als Gartenzaun“ eingeht und zudem – trotz des Ernstes des Themas – die vielen durchaus komischen Seiten und Anekdoten dieser besonderen Wohn- und Lebensituation nicht auslässt. Die Erzählungen und Berichte der Zeitzeugen werden ergänzt durch umfangreiches bisher kaum oder garnicht veröffentliches Bildmaterial und Extratexte, die geschichtliche Hintergründe erläutern.

 

Konzeption, Inhalt & Redaktion: Sebastian Teutsch, Florina Limberg & Cornelia Gerner

Gestaltung: Sebastian Teutsch

Illustrationen: Florina Limberg

 

An dieser Stelle einen herzlichen Dank an alle Zeitzeugen, Leihgeber und Unterstützer für ihre Bereitschaft und Offenheit bei dieser Publikation mitzuwirken!

 

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Erhältlich ist die Publikation im Museum Reinickendorf (Alt-Hermsdorf 35, 13467 Berlin) und sie kann auch direkt bei uns für 8 € (inkl. 3 € Versandkosten) bestellt werden.

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Presse:

"Eine unterhaltsame und packende Collage." (Marlies Schnaibel, Märkische Allgemeine Zeitung)

 

"Selten sind die Folgen der deutschen Teilung so nachdrücklich und unaufdringlich dargestellt worden wie in dieser gut lesbaren Broschüre. Ein Volltreffer." (Jörg Kürschner, Nachrichteninfo 23 / Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen)